FaSi One GPS-Tracker als Rücklicht getarnt am Fahrrad montiert
E-Bike Tests

FaSi One im Test: GPS-Tracker fürs Fahrrad für nur 15 € im Jahr

Lesezeit etwa 7 Minuten

GPS-Tracker für Fahrräder gibt es viele auf dem Markt und fast alle haben einen Haken: Sie kosten in der Anschaffung 100 bis 300 Euro, dazu kommt ein monatliches Abo für die Datenübertragung. Das summiert sich schnell. Mit dem FaSi One haben wir uns einen Tracker angeschaut, der einen radikal anderen Weg geht: Er kostet nur 15 Euro im Jahr, hat kein Abo im klassischen Sinne und sieht aus wie ein normales Fahrradrücklicht. Hier kommt unser Test.

FaSi One GPS-Tracker als Rücklicht getarnt am Fahrrad montiert
Der FaSi One sieht aus wie ein gewöhnliches Rücklicht und genau das macht ihn so unauffällig

Erster Eindruck: Tarnung statt Auffälligkeit

Schon beim Auspacken merkt man: Hier wurde nicht versucht, einen Tracker als Tracker zu verkaufen. Der FaSi One sieht aus wie ein ganz normales LED-Rücklicht. Genau das ist die Idee. Wer ein Bike klauen will, scannt erfahrungsgemäß zuerst nach offensichtlichen GPS-Modulen am Rahmen, unter dem Sattel oder am Lenker. Ein Rücklicht? Wird als das Gegenteil von verdächtig wahrgenommen, sondern als nützliche Zubehörkomponente, die ignoriert werden kann.

Das Gehäuse wirkt solide, die Verarbeitung sauber. Und die LED ist nicht nur Optik: Sie funktioniert tatsächlich als vollwertiges Rücklicht und ersetzt damit oft sogar ein Bestehendes. Zwei Funktionen in einem Gerät, wir finden das ist clever gelöst.

FaSi One GPS-Tracker Produktansicht mit LED
Schlicht, kompakt, unauffällig: FaSi One in der Produktansicht

Die Funktionen im Detail

Live-Tracking: Weltweit und in Echtzeit

Im Praxistest waren wir vor allem von der Tracking-Genauigkeit überrascht. Der FaSi One zeigt die Position des Fahrrads in Echtzeit auf der Karte an und das sowohl in der Stadt als auch außerhalb. Die Aktualisierung erfolgt schnell genug, um einem entwendeten Rad in Echtzeit zu folgen. Ein wichtiges Plus: Das Tracking funktioniert weltweit, nicht nur in Deutschland.

Die App speichert zusätzlich einen Aktivitätsverlauf. Wer seine Touren später noch einmal nachschauen möchte, findet hier eine simple Übersicht über zurückgelegte Strecken. Eine nette Spielerei, die so manch ein teurer Tracker erst in der Premium-Variante anbietet.

Geofence: Der virtuelle Zaun

Eines der nützlichsten Features im Alltag: die Geofence-Funktion. In der App lässt sich ein Radius um einen Ort festlegen. Etwa um den eigenen Hof, das Büro oder den Bahnhof, an dem das Bike tagsüber steht. Bewegt sich das Rad aus dieser Zone heraus, gibt es sofort eine Benachrichtigung aufs Smartphone.

Das ist in der Praxis Gold wert: Während andere Systeme auf Bewegungssensoren reagieren (und dann auch beim harmlosen Ruckeln im Stadtverkehr Alarm schlagen), ist der Geofence-Ansatz präzise und alarmiert nur, wenn das Bike die Zone wirklich verlässt. Weniger Fehlalarme, mehr Vertrauen ins System.

Geofence im FaSi One Tracker einrichten
Geofence einrichten: Radius um die Wunschzone ziehen, fertig

Akkulaufzeit: Bis zu 25 Tage Standby

Hier hat uns der FaSi One positiv überrascht. Im Standby-Modus hält der Akku bis zu 25 Tage, selbst bei regelmäßiger Nutzung kommt man auf mehrere Tage, bevor das Ladekabel ran muss. Im Test waren das bei normaler Pendelnutzung knapp zwei Wochen pro Ladung. Für einen Tracker dieser Bauart ein sehr ordentlicher Wert.

Wasserdicht und alltagstauglich

Der Tracker ist komplett wasserdicht. Im Test haben wir ihn bei starkem Regen und über Wochen bei jeder Witterung am Rad gelassen. Das Ergebnis: Keine Auffälligkeiten, keine Aussetzer, keine Korrosion. Das macht ihn alltagstauglich für alle, die ihr E-Bike oder Fahrrad auch bei schlechtem Wetter draußen abstellen müssen.

Eine App für alle Geräte

Die Begleit-App läuft nicht nur auf dem Smartphone, sondern auch auf dem Tablet und auf PCs. Wer im Büro den Standort des Bikes auf dem großen Bildschirm im Blick haben will: Kein Problem. Die Bedienung ist intuitiv, die Karten reagieren flüssig, Benachrichtigungen kommen zuverlässig durch.

FaSi One Tracker App auf Smartphone, Tablet und PC
Smartphone, Tablet oder PC: Die App läuft überall

Der Knaller: 15 Euro pro Jahr und kein Abo

Jetzt kommen wir zum eigentlichen Highlight des Tests. Werfen wir kurz einen Blick auf die Konkurrenz:

SystemAnschaffungLaufende KostenPro Jahr (geschätzt)
Marken-GPS-Tracker (z. B. mit Mobilfunk)100 – 250 €3 – 8 € pro Monat (Abo)36 – 96 € + Anschaffung
Premium-Tracker mit App150 – 350 €5 – 12 € pro Monat60 – 144 € + Anschaffung
FaSi One0 € (Leihgerät)15 € pro Jahr15 €

15 Euro im Jahr. Kein klassisches monatliches Abo, das man Stück für Stück abgebucht bekommt. Kein dreistelliger Kaufpreis. Und keine Bindung an einen Hersteller, dessen Server irgendwann offline gehen könnten, der Tracker ist Teil eines laufenden Versicherungspakets, also auch in der Datenschicht durchgehend aktiv.

Warum so günstig? Das Geschäftsmodell dahinter

Wer jetzt skeptisch ist und sich fragt, wo der Haken liegt: Es gibt keinen versteckten Haken, aber eine wichtige Bedingung. Den FaSi One kann man nicht einzeln kaufen. Er wird ausschließlich beim Abschluss einer Fahrradversicherung über FahrSicherung als Leihgerät ausgegeben. Die 15 Euro im Jahr sind quasi die Bereitstellungsgebühr.

Das Geschäftsmodell ist clever: Die Versicherung profitiert von einem getrackten Bestand (geringeres Diebstahlrisiko, schnellere Aufklärungsquote), der Versicherte profitiert von einem Hightech-Tracker zum Bruchteil des Marktpreises. Eine Win-Win-Konstellation, die ohne diese Verzahnung wirtschaftlich gar nicht möglich wäre. Denn: Ein vergleichbarer Tracker mit Mobilfunk-Datenanbindung wäre als Standalone-Produkt schlicht nicht für 15 Euro im Jahr machbar.

FaSi One Fahrradtracker im Detail
Detailansicht: Der FaSi One in voller Größe

Was uns gut gefallen hat

  • Tarnung als Rücklicht: Kein Dieb erkennt das System auf den ersten Blick
  • Live-Tracking weltweit mit präziser Ortung
  • Geofence-Funktion mit zuverlässigen Benachrichtigungen
  • Bis zu 25 Tage Akkulaufzeit im Standby
  • Komplett wasserdicht und alltagstauglich
  • App auf Smartphone, Tablet und PC nutzbar
  • Aktivitätsverlauf in der App inklusive
  • 15 Euro pro Jahr: Extrem günstig, kein klassisches Abo
  • Leihgerät: Keine Anschaffungskosten

Was man wissen sollte

  • Der FaSi One ist nicht einzeln zu kaufen, der Tracker wird nur in Kombination mit einer Fahrradversicherung als Leihgerät ausgegeben
  • Wer schon eine Versicherung anderswo abgeschlossen hat, muss umschwenken, um den Tracker zu bekommen
  • Der Tracker bleibt im Eigentum des Anbieters und muss am Ende der Versicherung zurückgegeben werden

Fazit: Für unser Geld die unschlagbare Wahl

Der FaSi One ist im Test eine echte Überraschung. Er liefert genau die Funktionen, die man bei vielen 200- bis 300-Euro-Trackern findet: Live-Tracking, Geofence, App-Verbindung, Wasserdichtigkeit, lange Akkulaufzeit und das zu einem Bruchteil der laufenden Kosten der Konkurrenz. Dass man ihn nicht einzeln kaufen, sondern nur über eine Fahrradversicherung beziehen kann, ist die einzige nennenswerte Einschränkung. Wer aber ohnehin eine Versicherung für sein E-Bike oder Fahrrad sucht (und das sollten gerade Besitzer hochwertiger Pedelecs sowieso ernsthaft prüfen), bekommt mit dem FaSi One einen der günstigsten ernsthaften GPS-Tracker auf dem Markt.

Für 15 Euro im Jahr ohne Abo, ohne hohe Anschaffung, bekommt man einen vollwertigen Premium-Tracker als Leihgerät. Das ist in dieser Klasse beispiellos und macht den FaSi One zu einer klaren Empfehlung. Wer es nicht glaubt, rechnet einmal nach: Allein die laufenden Kosten konkurrierender Systeme übersteigen den Jahrespreis des FaSi One.

Mehr Infos zum FaSi One: fahrsicherung.de/fahrradtracker-fasi-one


Über die Autorin

Julia Hinze

Julia Hinze schreibt für VeloStrom über E-Bike-Trends, neue Modelle und nachhaltige Mobilität. Ihr besonderes Interesse gilt urbanen E-Bikes, innovativen Rahmen-Materialien und Marken mit klarer Designsprache.