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Welcher Fahrradträger für 2 E-Bikes? Fünf empfehlenswerte Modelle im Test

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Zwei E-Bikes auf der Anhängerkupplung sind für einen Fahrradträger eine andere Aufgabe als zwei leichte Trekkingräder. Schon ein einzelnes Elektrofahrrad kann deutlich über 20 Kilogramm wiegen. Dazu kommen oft breite Reifen und voluminöse Rahmen. Eine hohe Traglast ist deshalb Pflicht, entscheidet den Vergleich aber noch lange nicht.

Das zeigt sich bei den fünf Modellen deutlich: Jeder Träger nimmt bis zu 60 Kilogramm auf, maximal 30 Kilogramm pro Fahrrad. Trotzdem eignen sie sich nicht automatisch für dieselben Räder. Mal macht mehr Abstand zwischen den Fahrrädern den Unterschied, mal sind längere Schienen, breite Reifenaufnahmen oder eine faltbare Konstruktion wichtiger.

Bei zwei E-Bikes sind 60 Kilogramm erst der Anfang

Wer Fahrradträger für 2 E-Bikes vergleicht, sollte zuerst die eigenen Räder ausmessen und wiegen. Neben der Zuladung zählen vor allem Radstand, Reifenbreite und Abstand zwischen den Fahrrädern. Erst danach lohnt der Blick auf Funktionen wie Abklappmechanismus, Faltbarkeit oder Erweiterungsmöglichkeiten.

Fünf Fahrradträger für zwei E-Bikes im Vergleich

1. Inter Pack Spider 2E PRO: viel Platz zwischen großen Rädern

Der Spider 2E PRO bietet zwischen den Fahrrädern 300 Millimeter Abstand, mehr als die anderen hier verglichenen Modelle. Der maximale Radstand liegt bei 1393 Millimetern, Reifen dürfen bis zu vier Zoll breit sein. Gerade bei zwei großen E-Bikes schafft das zusätzlichen Freiraum für Lenker, Pedale und Rahmen.

Der Träger lässt sich zusammenklappen und auch beladen abkippen. Rollen erleichtern den Weg zwischen Garage und Auto. Mit 21,5 Kilogramm ist der Spider allerdings keine besonders leichte Plattform. Wer zwei größere E-Bikes transportiert und genügend Stützlast zur Verfügung hat, bekommt dafür einen vielseitigen Träger.

2. Peruzzo Atlantis 2 E-Bike: stark bei breiten Reifen

Beim Atlantis beträgt der Abstand zwischen den Fahrrädern 250 Millimeter, der maximale Radstand 1350 Millimeter. Die Radaufnahmen eignen sich für Reifen bis 12,7 Zentimeter Breite und machen ihn besonders für E-MTBs und sehr breite Reifen interessant.

Mit 18,2 Kilogramm bleibt er zugleich vergleichsweise leicht. Für den Zugang zum Kofferraum lässt sich der Träger per Fußpedal abkippen. Wer breite Reifen unterbringen muss und gleichzeitig auf das Eigengewicht achtet, findet hier eine starke Alternative.

3. Atera Strada E-Bike XL: mehr Spielraum beim Radstand

Atera gibt für den Strada E-Bike XL einen maximalen Radstand von 1270 Millimetern an. Zwischen den Fahrrädern bleiben 230 Millimeter Platz, die Zuladung liegt bei 60 Kilogramm beziehungsweise 30 Kilogramm pro Fahrrad.

Sein Vorteil zeigt sich im Vergleich mit dem normalen Strada E-Bike, dessen maximaler Radstand bei 1150 Millimetern liegt. Wer längere E-Bikes fährt, sollte deshalb genau messen. Der XL lässt sich mit montierten Fahrrädern abklappen und bei Bedarf um einen zusätzlichen Fahrradplatz erweitern.

4. Atera Strada E-Bike: kompakter, wenn die Räder passen

Der normale Strada E-Bike bietet ebenfalls 230 Millimeter Abstand und 60 Kilogramm Zuladung. Der entscheidende Unterschied liegt beim maximalen Radstand von 1150 Millimetern.

Passt das eigene Rad sicher innerhalb dieses Maßes, gibt es keinen Grund, automatisch zum größeren Modell zu greifen. Auch die Standardversion kann mit einem Adapter um einen weiteren Fahrradplatz ergänzt werden.

5. Atera Genio Pro: Faltbarkeit und Komfort im Vordergrund

Der Genio Pro nimmt zwei Fahrräder mit jeweils bis zu 30 Kilogramm auf und bietet einen maximalen Radstand von 1310 Millimetern. Zwischen den Fahrrädern bleiben 210 Millimeter.

Seine Stärke liegt vor allem in der Handhabung. Der Träger ist faltbar und lässt sich nach der Fahrt kompakter verstauen. Auch eine Erweiterung für ein drittes Fahrrad ist möglich. Im direkten Vergleich fällt allerdings der geringere Abstand zwischen den Rädern auf, hinzu kommt ein höherer Preis. Der Genio Pro ist deshalb kein automatischer Testsieger, sondern eine Komfortlösung für Nutzer, denen Faltbarkeit und flexible Nutzung wichtig sind.

Vor dem Kauf zählen die eigenen E-Bikes und das Auto

Die fünf Modelle zeigen, warum „60 kg Zuladung“ allein keine Kaufentscheidung abnimmt. Zwei E-Bikes können gewichtsmäßig passen und trotzdem bei Radstand, Reifenbreite oder Platz zwischen den Rahmen Probleme machen.

Vor der Bestellung sollten deshalb beide Fahrräder einzeln gewogen und Radstand sowie Reifenbreite gemessen werden. Danach kommt das Auto: Auch die zulässige Stützlast muss passen, denn auf der Anhängerkupplung lasten Fahrräder und Träger zusammen. Maßgeblich sind die Vorgaben von Fahrzeug-, Kupplungs- und Trägerhersteller.

Welcher Fahrradträger für zwei E-Bikes passt am besten?

Für zwei große E-Bikes ist der Inter Pack Spider 2E PRO in diesem Vergleich der vielseitigste Kandidat. Bei besonders breiten Reifen und wenn ein leichterer Träger gefragt ist, spricht viel für den Peruzzo Atlantis 2 E-Bike.

Bei Atera entscheidet das konkrete Rad: Der Strada E-Bike XL bietet mehr Spielraum beim Radstand, während die Standardversion genügt, wenn die eigenen Räder innerhalb ihrer Maße bleiben. Der Genio Pro richtet sich an Käufer, die Faltbarkeit und komfortable Handhabung höher gewichten.

Die gemeinsame Traglast von 60 Kilogramm ist damit nur die erste Hürde. Welcher Träger wirklich passt, entscheidet sich an den eigenen Fahrrädern und oft an wenigen Zentimetern.